Der Vorstand und die Mitglieder des Schweizerischen Haflingerverbandes (SHV) stehen ohne ihren engagierten Präsidenten Peter Zimmermann vor einer schweren Prüfung. Dank der soliden und gut organisierten Arbeiten kann der Vorstand aber seine Geschäfte weiterführen und die Zukunft des Verbandes ist gesichert.

Weiterlesen ...Die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Haflingerverbandes wurde überschattet von der plötzlichen, schweren Erkrankung des Präsidenten Peter Zimmermann und seinem damit verbundenen sofortigen Rücktritt. Vizepräsident Karl Heule (Ellikon a.d.Thur) musste innerhalb von zwei Tagen die präsidialen Geschäfte übernehmen und die Delegiertenversammlung leiten. Aus den sechs Mitgliedervereinen und Genossenschaften waren 36 stimmberechtigte Vertreter anwesend. Die ordentlichen Geschäfte der Traktandenliste wurden vorgestellt, besprochen und von der Versammlung einstimmig genehmigt. Budgetiert war in der Jahresrechnung 2016 ein Defizit von rund Fr. 23‘000.-, welches aber vor allem dank dem engagierten Einsatz von Peter Zimmermann auf ein Minus von Fr. 11‘500.- reduziert werden konnte. Das knapp kalkulierte Budget 2017 sorgte für verschiedene Voten aus der Versammlung. Auch die Anschaffung der SHV Kleidung und die damit verbundenen Kosten sorgten für Gesprächsstoff. Das Budget wurde schliesslich von der Versammlung angenommen. Zuchtleiter Wendelin Aebischer konnte verschiedene Mitglieder mit einer Urkunde für ihre Leistungen in Zucht und Sport auszeichnen. Nach 22 Jahren als Richter für den SHV im Einsatz wurde Daniel Steinmann (Rüti ZH) dankend und mit viel Applaus von der Versammlung verabschiedet. Fritz Grossen (Aeschi b. Spiez) gab nach 19 Jahren als Richter ebenfalls seinen Rücktritt bekannt. Auch seine Arbeit wurde gebührend verdankt.

Wie weiter mit dem SHV?

Vizepräsident Karl Heule schlug den Delegierten zwei Varianten zur Weiterführung des Verbandes zur Wahl und eröffnete dazu die Diskussion. Die Versammlung bestätigte ihn als Interimspräsident bis zum nächsten offiziellen Wahltermin 2018. Der Zuchtleiter Wendelin Aebischer (Bösingen) stellt sich als Interimsvizepräsident zur Verfügung. Jasmin Zehnder (Edlibach) als Aktuarin und Kassierin Kirsten Schwarz (Rotkreuz), zusammen mit Herdebuchleiterin Suzanne Felzen (Lützelflüh) helfen alle aktiv mit, die bevorstehenden Arbeiten gemeinsam zu erledigen. Das Amt des Sportchefs bleibt weiterhin vakant. Peter Zimmermann leitete den SHV äusserst aktiv, mit viel Einsatz und Leidenschaft. Es dürfte für den Vorstand ein arbeitsintensives und forderndes Jahr werden, alle engagierten Aktivitäten des demissionierten Präsidenten abzudecken.

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Verdankung Richter: (li nach re)
Interimspräsident Karl Heule verdankt Daniel Steinmann für 22 Richterjahre

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Ehrungen für Zucht und Sport: (li nach re):
Iréne Forrer (Züchterin der Siegerjungstute Ecsara), Hanspeter Berger (Besitzer Körsieger Notting‘s Napoleon), Jéannine Grau (Schweizermeisterin im Holzrücken Stufe M), Désiree Walliser (Schweizermeisterin Springen HF3), Wendelin Aebischer (Siegerstutfohlen der SHV Fohlenschau)

 

 

Fotos und Bericht: Sandra Leibacher


Weiterlesen ...Mit viel Engagement und Arbeitseinsatz hat der Vorstand des Schweizerischen Haflingerverband (SHV) die vielen Neuerungen und Anpassungen umgesetzt. Seit dem 1. Januar 2016 werden die Weisungen für die Hengstkörung und für die Beurteilung der Jungstuten nun realisiert. Die Anstrengung des Vorstandes, sich auf internationaler Ebene zu etablieren, können durchaus als Erfolg gewertet werden. 

sle/ Nachdem die Anpassungen des neuen Zuchtprogramms des SHV abgeschlossen und vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) genehmigt wurden, arbeitete der Vorstand des Schweizerischen Haflingerverbandes (SHV) unter der Führung des Präsidenten Peter Zimmermann im letzten Jahr intensiv an der Umsetzung und den Anpassungen. Der SHV schloss mit dem italienischen Nationalverband, dem Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband und dem Haflinger Pferdezuchtverband Tirol einen Kooperationsvertrag seine Zuchtbuchordnung neu nach dem Zuchtziel der Haflinger Rassekommission auszurichten. Dies beinhaltet auch das seit dem 1. Januar 2016 geltende Selektionsmodell, welches nun aktiv von den Richtern eingesetzt wird. Da alle Vertragspartner, sowie der SHV auch Mitglieder der Haflinger Welt-, Zucht- und Sportvereinigung (HWZSV) sind, arbeiten alle nach dem gleichen System, haben dieselben Ziele und vereinen sich zu einem grossen „Haflingerverbund“.


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Die zielorientierten Neuerungen des Schweizerischen Haflingerverbandes (SHV) werden nun umgesetzt. Trotz dem Anschluss an den italienischen Nationalverband ANCRHAI kann der SHV seine Eigenständigkeit und Entscheidungsfreiheit beibehalten und befindet sich auf sicherem Weg in die richtige Richtung

(sle) Die ersten Neuerungen des SHV wurden an der Hengstkörung vom 5. März in Bilten (GL) bereits umgesetzt, so informierte der Präsident Peter Zimmermann (Trachselwald) die 36 anwesenden Delegierten der sechs verschiedenen Haflingerzuchtvereine/-genossenschaften an der ordentlichen 22. Delegiertenversammlung vom Samstag, 19. März in Reiden (LU) über die weiteren Schritte und die kommenden Veranstaltungen. Weil der Verband seit 2014 keine Bundesbeiträge erhält, musste der SHV den Gürtel in den letzten Jahren schon erheblich enger schnallen. Die Neuorganisation, der Datentransfer des Herdebuches und der Zuchtwertschätzung durch den italienischen Haflingerverband kommen in der diesjährigen Rechnung zur Verbuchung. Neu bekommen alle Mitglieder die „Original Haflinger News“ vom Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband als offizielles Publikationsorgan zulasten des SHV frei Haus zugesandt. Ein neues Corporate Design, sowie ein neuer Internetauftritt verursachen zusätzliche Kosten. Alle Neuerungen wurden durch einen erheblichen Verlust im Budget 2016 ausgewiesen. Die Delegierten nahmen ohne Wortmeldungen das Negativbudget einstimmig an, im Bewusstsein, dass alle zukunftsorientierten Anpassungen nötig sind.


Die Genehmigung der neuen Herdebuchordnung des Schweizerischen Haflingerverbandes (SHV) erforderte eine ausserordentliche Delegiertenversammlung. Ohne Gegenstimmen wurde das neue Zuchtprogramm angenommen und tritt per 1.1.2016 in Kraft.

Wichtigster Punkt der ausserordentlichen Delegiertenversammlung vom Samstag, 19. Dezember in Reiden (LU) war die Abstimmung über das neue Zuchtprogramm des SHV. Bereits vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) vorgeprüft, kann es nun nach Annahme der Versammlung definitiv zur Genehmigung eingereicht werden. Das Zuchtziel gestützt auf die Vorgaben des Welthaflingerverbandes (HWZSV). Das Selektionsmodell des italienischen Nationalverbandes (ANACRHAI) fliesst ebenfalls mit ein, Software und Datenverwaltung werden künftig durch den Südtiroler Haflinger Pferdezuchtverband (SHPZV) gewährleistet. Auch die nötige BLW Verbandsvorgabe einer jährlichen Zucht-wertschätzung der Schweizer Haflinger kann mit dem optimierten Datenaustausch gesichert werden. Mit dem neuen Index können die Züchter künftig ihre Pferde auf internationaler Ebene in aussagekräftigeren Vergleich bringen.