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Delegiertenversammlung des Schweizerischen Haflingerverbandes in Reiden LU

Hoffnung auf bessere Zeiten als Motivation

Für den Vorstand und die 39 Delegierten des Schweizerischen Haflingerverbandes war die 25.   Delegiertenversammlung eine nicht gerade erfreuliche Zusammenkunft, sondern einfach eine   Pflichtübung, die mit leichter Hoffnung für die Zukunft beseelt war.

001605Zwei Fakten waren es  primär, die an der 25. DV  unter der Leitung von Verbandspräsident  Karl Heule im Vordergrund standen.  Die schwierige Situation  des Verbandes und deren über die Genossenschaften angeschlossenen Züchter  und Nutzer des Haflingers erklärte sich praktisch in zwei Zahlen. Einmal die Tatsache, dass der Fohlenbestand aus dem Jahre 2017 von 32 Tieren im vergangenen Jahr weiter auf 17 zurückging. Und zum  Zweiten kam dazu, dass die Verbandsfinanzen einen Verlust von 7275 Franken auswiesen. Dazu kam auch die Feststellung vom Verbands präsidenten, dass es an jungen  aflingerzüchtern fehlt. Gemäss Heule konnte der Verband über einen ausserordentlichen Beitrag der damals 298 Mitglieder gerettet werden. Eine starke finanzielle Belastung für den Verband war zudem die in Südtirol gemachte Zuchtwertschätzung, die vom Bundesamt für Landwirtschaft zur weiteren Anerkennung des Verbandes gefordert wird. Aufgrund der aktuell noch schwierigen finanziellen Situation muss sich der Verband mit  einem minimalen Programm zurechtfinden und die Aktivitäten für Zucht und Sportanlässe über die Genossenschaften abwickeln lassen. Dies bestätigte die Sportverantwortliche Bettina Aeschbach und hält aktuell intensiv Ausschau nach Gönnern  und Sponsoren zur Organisation der Haflinger-Schweizer-Meisterschaft.

Schlechte Finanzen

Im Revisorenbericht war aufgrund der schlechten Finanzlage angemerkt worden, dass ein Weiterbestehen des Verbandes nicht gewährleistet ist, nachdem auch die Kassiererin Kirs ten Schwarz festhielt, dass  der Verband an allen Ecken und Enden sparen müsse. Zu kleineren Diskussionen führte das Budget für das kommende Jahr. Mit vier Gegenstimmen wurde aber das Budget letztlich akzeptiert. 

Einen Blick in die Zukunft  des Verbandes schufen auch die Statutenänderungen mit einer Finanzkompetenz für den Vorstand von 3000 Franken. Neu ist zudem die Möglichkeit, als Einzelmitglied im Verband einzutreten. Das bedarf  aber ein schriftlich begründetes Gesuch an den Verbandsvorstand. Die Einzelmitgliedschaft wird neu vom BLW verlangt und kostet 300 Franken.

Roland Nöthiger wurde nach seinem Rücktritt als Revisor für seinen langjährigen Einsatz verdankt. Neu gewählt wurde für dieses Amt Jacqueline Brunner. Zu Verbandsexpertinnen wurden Barbara Vuillemin und Werner Reichen gewählt. Schlussendlich  wurde auch die Herdebuchführerin  Suzanne Felzen im Vorstand aufgenommen.

Bericht Pferdewoche,  Rolf Bleisch

Bericht als Download (PDF)